Freiwillige Feuerwehr Efringen-Kirchen

 

Freiwillige Feuerwehr   

Abteilung Mappach

 

 

Als Gründungsjahr der Abteilung Mappach gilt das Jahr 1937. Vom. damaligen Bezirksamt Lörrach unter der Leitung eines Dr. Seiterich und auch vom Kreisverband 5, Lörrach, der Markgräfler Freiwilligen Feuerwehren unter dem Kreisfuerwehrführer Argast wurden die noch säumigen Gemeinden, Huttingen, Welmlingen, Mappach und Rümmingen mit aller Schärfe aufgefordert, die schon lange bestehende Löschmannschaften neu zu gründen und in das Vereinsregister beim Amtsgericht Lörrach einzutragen.

Daraufhin fand am 08. Mai 1937 die Grundungsversammlng statt, zu der 30 Mappacher Bürger erschienen und die Grundungsurkunde unterschrieben, die dann ordnungsgemäß an das Amtsgericht Lörrach weitergeleitet wurde.
Ab diesem Zeitpunkt bestand die Freiwillige Feuerwehr Mappach, die dem Bezirksamt und dem Kreisfeuerwehrverband Lörrach unterstellt war.

Das Feuerlöschwesen war allerdings auch schon in den vorangegangene Jahren geregelt, was aus Aufzeichnungen aus dem Jahr 1913 hervorgeht. Damals wurde die Gemeinde vom Großherzöglichen Bezirksamt Lörrach und zwar am 03. März aufgefordert, den Vollzug der Bezirks-Feuerlöschordnung durchzuführen.

Es wurde verlangt, daß eine Liste über die Einteilung der Löschmannschaften aufgestellt und dieselbe namentlich weitergeführt und ergänzt werden musste.
Die Löschmannschaft bestand aus Spritzenannschaft und Pumper, den Wasserträgern, der Arbeitsmannschaft, Rettungsmannschaft, Wachmannschaft und den Radfahrern. Insgesamt waren 74 Bürger unseres Dorfes eingeteilt.
Der Fuhrpark der damaligen Feuerwehr bestand aus einer Feuerspritze (Handbetrieb), 160m Hanfschläuche, 1 Feuerleiter, 2 Feuerhaken, 3 Blechschapfen, 4 "Blechbüggi", 12 Pechfackeln und Pechkränze, 8 Wachsfackeln und 4 Laternen. Zur Wasserentnahme stand neben den Hydranten ein Brandweiher zur Verfügung.
An dieser Ausrüstung hatte sich bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr nicht viel geändert. Mit den dann erfolgten Auflagen zur Neuordnung und Neubeschaffung von Feuerlöschgeräten und auch Uniformen, hatte die damals nicht von großem Geldsegen überschüttete Gemeinde Mappach, sehr zu kämpfen.

Dies verdeutlicht auch einen kleinen Anekdote aus diesen Tagen, als nach dem Instandsetzen der Brandweiher in Mappach und Maugenhard zusätzliche noch eine neue Feuerspritze angeschafft werden musste. Die Stadt Kandern hatte eine ältere, aber wie sie sagten noch sehr gute, neu überholte Feuerspritze zu verkaufen. Kandern wollt diese loswerden und die Mappacher wollten nicht viel bezahlen. Der damalige Bürgermeister der Stadt Kandern, Herr Matter, hat dann seinem Mappacher Kollegen geschrieben und folgenden Vorschlag unterbreitet:

"Wir bringen Euch die Spritze nach Maugenhard, da könnt Ihr sie an Ort und Stelle auf die Tauglichkeit und Funktionstüchtigkeit überprüfen. Ihr müsst sie allerdings als Gegenleistung mit neuem Wein füllen"

Über das Ergebnis dieser Überprüfung wurde nichts vermerkt, auf jeden Fall blieb die Spritze im Ortsteil Maugenhard.

Vom Zeitpunkt der Neugründung der Freiwilligen Feuerwehr wurde das Löschwesen wesentlich intensiver in Angriff genommen. Es wurden regelmäßige Übungen abgehalten und jeder Feuerwehrmann hat eine  Ausbildung an den Gerätschaften erhalten.

Der 1. Kommandant der Feuerwehr war Fritz Karlin, er wurde jedoch sehr bald von Gustav Hagin (Großvater des jetztigen Abt.-Kdt.) abgelöst, welcher dann auch die Feuerwehrschule in Bruchsal besuchte.

Als 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach und die meisten Feuerwehrkameraden zum Kriegsdienst eingezogen wurden, mußten die "Alten", die schon in den Löschmannschaften eingeteilt waren, wieder aktiv werden und an Feuerwehrübungen teilnehmen. Im Laufe der Kriegsjahre wurden die männlichen Feuerwehrleute immer weniger und so wurden im Dezember 1943, 17 Mädchen, die das 18. Lebensjahr vollendet hatten, zum Übungsdienst verpflichtet.

Nach dem Krieg wurde im Jahr 1946 die Feuerwehr wieder neu aufgebaut. Allerdings wurde durch die Besatzungsmacht, die Anzahl der Mitglieder auf 9 Mann beschränkt. Nach der Besatzungszeit konnte die Wehr wieder auf normale Stärke aufgestockt werden. Die Ausrüstung blieb jedoch bis zum Jahre 1959 auf Vorkriegsniveau, bis dann ein neuer Tragkraftspritzenanhänger mit einer TS 8 Pumpe beschafft wurde.

Die Unterkunft der Feuerwehr war im Rathausgebäude, im sogenannten Spritzenschopf und bestand aus einem Raum, der sowohl für die Gerätschaften, als auch als Mannschaftsraum genutzt wurde. Als in den Jahren 1973 bis 1974 der ehemalige Farrenstall zu einer Gemeindehalle umgebaut wurde, erhielt die Feuerwehr angemessene und großzügige Räumlichkeiten. Bei dem Umbau wurden durch Angehörige der Feuerwehr über 1000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet.

Durch die Eingemeindung im Jahre 1974 wurde aus der Freiwilligen Feuerwehr Mappach eine Abteilung

der Gesamtwehr Efringen-Kirchen. Seit dieser Zeit wurden Ausbildung und Gerätschaften kontinuierlich verbessert und den Anforderungen an eine moderne Abteilungswehr angepasst.
Maßgebelichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hatten sicherlich auch die bisherigen Kommandanten und Abteilungskommandanten:

Ehemaliger Abt.-Kdt. Dietmar Gempp (links) und sein Stellvertreter Uwe Breunig

Frtz Karlin                       1937 (Ca. 4 Wochen)
Gustav Hagin                                1937 - 1945
Karl Hollenwäger                           1946 - 1950
Fritz Pendt                                   1950 - 1959
Kurt Weiß                                    1959 - 1964
Walter Hollenwäger                       1964 - 1968
Hugo Karlin                                  1968 - 1974
Heinz Huber                                 1974 - 1984
Heinz Brunner (Ehren Abt.Kdt.)      1984 - 2000
Dietmar Gempp                            2000 - 2016
Stephan Brunner                          2016 - heute


In den Jahren 2003 bis 2004 wurden die bestehenden Räumlichkeiten in Eigenleistung modernisiert und erweitert, wobei über 800 Arbeitsstunden geleistet wurden.

Unsere Schlagkraft konnten wir unter anderem bei folgenden Einsätzen unter Beweiß stellen.

- Am 12. August 1969 Großbrand Anwesen Bürgin, in Mappach, durch Blitzschlag.
- Am 15. März 1994 Großbrand Aussiedlerhof Müller, in Maugenhard.
- Am 28. Oktober 2001 Großbrand BFA-Internat, in Maugenhard.
- Am 04. August 2007 Großbrand Anwesen Kromer, in Maugenhard.

Am 26. Oktober 2013 wurde unsere neues StLF 10/6 offiziell in Dienst gestellt.

Aktuell besteht die Abteilung Mappach aus 23 aktiven Feuerwehrmännern, 14 Ehrenmitglieder und 2 Jugendliche in der Jugenfeuerwehr Efringen-Kirchen.

3 Mann verstärken die Abteilung Efringen-Kirchen, in der Tagesalarmgruppe, bei Einsätzen in technischer Hilfeleistung.

Als Teil der Dorfgemeinschaft veranstaltet die Abteilung Mappach den 1. Maihock, das Fasnachtsfeuer, sowie das Maibaum stellen. 

Zusammen mit dem Gesangverein der Kirchengemeinde und dem Ortschaftsrat wird im 2 jährigen Rythmus das weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte Dämpfifest ausgerichtet.
Weiterhin werden 4 mal im Jahr Papiersammlungen durchgeführt und die Jugendfeuerwehr bei Ihrer jährlichen Schrottsammlung unterstützt.